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Riester Rente oder Rürup Rente

Beitrag vom August 19, 2011
Riester Rente oder Rürup Rente

Riester Rente oder Rürup Rente

Die gesetzliche Rentenversicherung gilt nach wie vor als wichtigste Säule im Hinblick auf die Absicherung im Alter.

So hat jeder, der als freiwilliges oder als Pflichtmitglied Beiträge in die gesetzliche Rentenkasse einzahlt, nach einer bestimmten Beitragsdauer und bei Erreichen eines bestimmten Alters Anspruch auf eine Altersrente.

Allerdings wird die Höhe der Rente langfristig vermutlich deutlich sinken, denn eine immer ältere Gesellschaft und immer weniger Beitragszahler haben zur Folge, dass die Einnahmen der gesetzlichen Rentenkassen sinken, ihre Ausgaben jedoch steigen.

Für wen ist die private Altersvorsorge interessant?

Aber nicht nur für Arbeitnehmer wird die private Altersvorsorge immer wichtiger. Diejenigen, die keine Beiträge in die Rentenkasse einzahlen, allen voran Selbstständige und Freiberufler, haben später auch keinen Anspruch auf eine gesetzliche Altersrente und müssen sich daher eigenständig um ihre Absicherung im Alter kümmern. Durch die Regelungen des Alterseinkünftegesetzes beteiligt sich nun aber auch der Gesetzgeber an der privaten Altersvorsorge und arbeitet dabei mit zwei Modellen, nämlich der Riester und der Rürup Rente.

Gemeinsam ist beiden Modellen, dass das angesparte Guthaben nicht pfändbar und sicher vor Hartz IV ist. Die Rürup Rente richtet sich in erster Linie an Selbstständige und Besserverdiener, denn hierbei besteht die staatliche Förderung in Steuervorteilen. Während der Sparphase kann der Versicherungsnehmer die Beiträge als Sonderausgaben steuerlich geltend machen und dadurch, dass derzeit 68% der Beiträge abgesetzt werden können, kann die Steuerlast deutlich gesenkt werden.

Beiträge können steuerlich geltend gemacht werden

Die Höhe des absetzbaren Anteils wird zudem jedes Jahr um zwei Prozentpunkte erhöht, bis im Jahr 2025 dann die Beiträge vollständig abgesetzt werden können. Dabei gibt es bei der Rürup Rente keinen Mindestbeitrag, der investiert werden muss, Sonderzahlungen können die Steuerersparnis aber noch weiter erhöhen. Die Riesterrente hingegen ist in erster Linie für Beamte und Arbeitnehmer interessant. Auch hierbei können die einbezahlten Beiträge steuerlich geltend gemacht werden, zudem gibt es bei der Riesterrente Zulagen, beispielsweise für Kinder oder für Versicherungsnehmer, die den Vertrag vor dem 21. Lebensjahr abschließen.

Allerdings ist die Riesterförderung an Mindestbeiträge gebunden, was bedeutet, dass die maximale Förderung nur dann erfolgt, wenn ein bestimmter Prozentsatz des Jahreseinkommens in den Versicherungsvertrag fließt. Grundsätzlich empfiehlt sich vor dem Abschluss eines Vertrages ein vergleichender Riester und Rürup Rente Test, der die benötigten Informationen liefert und aufzeigt, welche Variante die sinnvollere ist. Wird beispielsweise eine klassische Rentenversicherung bespart, ist zwar ein hohes Maß an Sicherheit gegeben, im Gegenzug jedoch auch nur mäßige Renditechancen, bei einer fondsgebundenen Rentenversicherung hingegen steigen die Renditechancen, allerdings auch das Verlustrisiko. Ratsam ist zudem, zu ermitteln, wie hoch der spätere finanzielle Bedarf sein wird und auf dieser Grundlage einen Riester oder Rürup Rentenrechner zu bemühen, der errechnet, wie hoch die Beiträge sein müssten, um die gewünschte Rente zu erreichen.




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